In den Städten entlang der Ostseeküste ist der Immobilienmarkt im Aufwind. Ein Grund ist die nach wie vor steigende Beliebtheit der Region für Touristen. So hat sich die Anzahl der Übernachtungen seit 1997 mehr als verdoppelt. Zudem sank die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern von 2007 bis 2010 weit stärker als im Bundesdurchschnitt. "Wir denken, dass die Attraktivität der Region auch in Zukunft anhält. In Top-Lagen und besonders in Rostock erwarten wir daher weiterhin positive Entwicklungen des Immobilienmarktes und engagieren uns dort auch", resümiert Ines Helbrecht, kommissarische Leiterin der Niederlassung Mecklenburg-Vorpommern der TLG IMMOBILIEN. Das Unternehmen hat soeben seinen neuen Jahresbericht "Immobilienmarkt Ostdeutschland 2010" vorgelegt. Seit nunmehr 19 Jahren dokumentiert die TLG IMMOBILIEN mit diesem Bericht aktuelle Daten und Entwicklungstrends aller kreisfreien Städte Ostdeutschlands in den Segmenten Wohnen, Büro, Einzelhandel und Gewerbe. Der Bericht ist in seiner Art einzigartig.
Rostock: teuerste Grundstücke Ostdeutschlands außerhalb Berlins
In Rostock werden mit 150 bis 550 Euro je Quadratmeter für gute bis sehr gute Lagen (über-wiegend im Stadtteil Warnemünde) die höchsten Preise für individuelle Wohnbau-Grundstücke in Ostdeutschland außerhalb Berlins erzielt. In mittleren Lagen kostet der Quadratmeter 115-150 €, einfache Lagen beginnen bei 80 €/m².
Rostock zählt auch zu den am stärksten nachgefragten Wohnregionen Ostdeutschlands: Für ein frei stehendes Eigenheim muss man heute im Schnitt zwischen 150.000 € bis 340.000 € anlegen. Und wer eine Neubau-Eigentumswohnung kauft, zahlt zwischen 1.500-3.600 €/m². Auch das ist der Spitzenwert in ganz Ostdeutschland mit Ausnahme Berlins. Parallel sind in Rostock auch die Marktmieten für Neubauwohnungen in 2010 auf 6,85 bis 10,00 €/m² gestiegen.
Hervorzuheben ist auch die Entwicklung der Baulandpreise in Neubrandenburg. Hier stiegen die Werte für mittlere Lagen auf 60-90 €/m² und für gute bis sehr gute Lagen auf 90-150 €/m².
Im Kommen ist auch Greifswald. Dort stiegen die Preise nicht nur für frei stehende Eigenheime auf 110.000-330.000 €, sondern auch Eigentumswohnungen wurden in 2010 deutlich teurer. Modernisierte Altbau-Wohnungen kletterten im Schnitt auf Preise von 700-1.800 €/m² und Neubau-Wohnungen auf 1.000-2.500 €/m². Auch Stralsund kann steigende Preise für frei stehende Häuser (110.000-250.000 €) und Neubau-Eigentumswohnungen (1.500-2.300 €/m²) vermelden. Und auch in Wismar sind Eigentumswohnungen stärker gefragt als im Vorjahr.
Die höchsten Mietpreise für Büros im Nordosten werden weiterhin aus Rostock gemeldet. Büros mit einfachem und mittlerem Nutzwert kosten hier nach wie vor durchschnittlich 6,50 bis 8,00 Euro je Quadratmeter im Monat und Objekte mit gutem Nutzwert 8,50-12,00 €/m². Auch in allen anderen Städten Mecklenburg-Vorpommerns zeigen sich die Mietpreise für Büroflächen 2010 stabil. Steigende Mietpreise für Büros meldet zudem Wismar, wo die Werte für guten Nutzwert auf 5,20-8,50 €/m² anstiegen.
Bei den Einzelhandelsmieten konnte Rostock ebenfalls seine Spitzenstellung in Mecklenburg-Vorpommern halten. Für kleinere Flächen bis 100m² im Geschäftskern werden 30,00 bis 75,00 Euro je Quadratmeter erzielt. Auch für größere Flächen ab 150m² werden in der Spitze hier die höchsten Preise verlangt mit bis zu 45 €/m². In Wismar gaben die Einzelhandelsmieten im Geschäftskern dagegen leicht nach.
Die Bodenpreise für gewerbliche Flächen blieben in Rostock, Schwerin, Wismar und Greifswald stabil. In Neubrandenburg und Stralsund hingegen gab es Einbußen gegenüber 2010 (Neubrandenburg: 12-20 €/m²; Stralsund: 10-20 €/m²).
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