Wo derzeit nur noch eine Stallruine steht, sollen bald 22 Einfamilienhäuser die letzte Baulücke in der Gemeinde Pölchow schließen.
Wahrstorf. Die Gemeinde Pölchow, zu der auch der Ortsteil Wahrstorf gehört, wird weiter wachsen. Im nächsten Jahr soll auf dem Gutshof Wahrstorf eine neue Wohnanlage für 22 Einfamilienhäuser entstehen. Auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend ( 6. Dezember 2011) nickten die Abgeordneten die Entwürfe der Rostocker Bürogemeinschaft für Stadt- und Dorfplanung einstimmig ab.
"Damit schließen wir unsere letzte Bebauungslücke", freute sich Bürgermeister Ulrich Schenka. Denn in den letzten Jahren sei der Gutshof, der an das Gutshaus angrenzt, zunehmend zur "Kummerfläche"der Gemeinde avanciert. Ursprünglich hätten dort historische Bauten in U-Form gestanden. Doch Anfang der 90er Jahre seien sie abgebrannt. Bis auf eine Stallung, deren Dach im vergangenen Winter unter den großen Schneemassen eingestürzt sei, so Schenka. Was blieb, ist diese Ruine. Mit der Erschließung des Gutshofes könne aber auch sie der Vergangenheit angehören, so Schenka.
Sei es soweit, sollten laut Entwurf auf dem Areal maximal 22 Einfamilienhäuser entstehen, berichtete Architekt Wilfried Millahn den Gemeindevertretern. Die Größe der Grundstücksflächen bewege sich dabei zwischen 650 und 1100 Quadratmetern. "So braucht später kein Bauherr
frustriert feststellen, dass er sich über das Fenster die Hand mit dem Nachbarn reichen kann", verdeutlichte Schenka, warum kleinere Grundstücke nicht in Frage gekommen seien.
Nicht in Frage komme auch ein bauliches Durcheinander. So seien an der vordersten Kante längs des Gutshofes nur eingeschossige Häuser mit Flachdach und in der zweiten Reihe nur eingeschossige jedoch mit flach oder steil geneigtem Dach vorgesehen. Erst im hinteren Teil sei das freizügigere Bauen möglich. Wenn auch dort mit einem Tabu für bunte Dächer. Denn zugelassen seien in der gesamten Wohnanlage nur
rote oder schwarze bzw. anthrazitfarbene Töne, so Bürgermeister Ulrich Schenka. "Damit wollen wir einfach eine Anpassung an die ortstypische Bebauung erreichen."
Der Entwurf geht jetzt in die öffentliche Auslegung. Gebe es auch von den beteiligten Ämtern oder Anwohnern keine Beanstandungen, sei der Investor bereit, den Erschließungsvertrag zu unterschreiben, sagte Schenka.
Währenddessen freut er sich über den nun besseren Fortgang der energetischen Sanierung des Gutshauses, die im August mit der Heizungsanlage begann. "Durch den Auftragnehmer kam es immer wieder zum Terminverzug. Erst als ich mit Auftragsentzug drohte, besserte sich das", sagte Schenka. Das Ergebnis konnte man am Dienstag im Wintergarten sehen. Der wurde im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt.
Nun folge nur noch die Sanierung der Abwasserleitung, so Schenka. Dann sei die Sanierung für rund 130 000 Euro abgeschlossen. 90 000 Euro werden gefördert.
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